Ein Märchen im Präteritum

December 9, 2010

Das folgende kommt aus einem chilenischen Märchen, das als Kind mir häufig erzählt war:

Es war einmal ein Geisterschiff, der immer auf dem Meer wanderte. Man konnte dieses Schiff nur in der Nacht sehen, weil es in der dunklen Nacht beleuchtet war. Das Geisterschiff segelte nie in den Tag. Drinnen waren nur Zauberer und Hexe. Wenn eine Person, die kein Zauberer oder Hexe ist, sich dem Schiff zu nähern versuchte, verwandelte sich das Schiff in ein Stück Holz oder wurde einfach unsichtbar. Man musste das Schiff unbedingt nicht angucken. Der Mund konnte verwundet werden oder man konnte plötzlich sterben wenn man das Geisterschiff anguckt. Das ewige Schicksal des Schiffs war die Leiche der Ertrunkenen zu abholen.

Dieses Märchen betont die makaberen und gruselige Aspekte der vielen Geschichte für Kinder. Außerdem, manche Leute bemerken den seltsamen Unterton der einigen Märchen wie Rotkäppchen. Diese verweisen auf den Umstand, dass unsere Idee der Kindheit als Unschuld und Reinheit ziemlich modern und geschichtlich zufällig und beliebig ist.




One Response to “Ein Märchen im Präteritum”

  1.   jk2265 on December 10, 2010 1:55 pm

    This felt more like a translation exercise because I was trying to recall a children’s story I heard in Spanish. The one major fix was: “Der Mund konnte verwundet werden”. I had used a rather prolix and inelegant expression I found in my dictionary…

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

    Replace me with a text widget (Sidebar 2 under 'Presentation') and tell the world about yourself!

    Blogroll
    Admin