Als Blogs immer weitreichender und prominenter werden, kommen sie auf die Spitze interaktiver Technologien und haben das Potenzial, ein wissenschaftliches Kommunikationsmittel zu sein. Durch schnelle und fast kostenlose Informationsverbreitung können Blogs den wissenschaftlichen Austausch fördern und verbessern – und in manchen Fällen machen sie das schon. Das Medium erlaubt nicht nur konstruktiven Dialog zwischen Wissentschaftlern untereinander, sondern auch zwischen den Wissentschaftlern und ihrem Publikum — Konsumenten, den Medien, und Leuten in Bereichen wie Politik, Recht, und Wirtschaft.

Als Quelle von wissenschaftlichen Fachwissen haben Blogs einen weiteren Vorteil: ihre Fähigkeit, unbegrenzte Informationen und Ideen zu kategorisieren und diese der Welt zugänglich zu machen. Manche Fächer sind so ungewöhnlich und eng, dass Zugang zu einer umfangreichen Aktualisierung von ihrem neuesten Fortschritt ohne Blogs sehr schwierig sein wuerde. Milan Kundera beschrieb ein verwandtes Problem in seinem Buch, The Unbearable Lightness of Being (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins):

When a society is rich, its people don’t need to work with their hands; they can devote themselves to activities of the spirit. We have more and more universities and more and more students. If students are going to earn degrees, they’ve got to come up with dissertation topics. And since dissertations can be written about everything under the sun, the number of topics is infinite. Sheets of paper covered with words pile up in archives sadder than cemeteries, because no one ever visits them, not even on All Souls’ Day.

Auch wenn wissenschaftliche Werke kein Publikum im Internet finden, gibt es mindenstens durch Blogs und interaktiven Technologien einen Weg, wodurch man sich mit riesigen Mengen von Informationen — wichtige und unwichtige — befassen kann.

Quelle:

Was sollen, was können Wissenschaftsblogs leisten?” http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/12/was-sollen-was-koennen-wissenschaftsblogs-leisten-blogs-als-instrument-der-internen-wissenschaftskommunikation/


Comments



1 Comment so far

  1.    Grit Matthias on June 2, 2009 9:45 pm

    Ich stimm Ihnen vollkommen zu! Sie haben die Vorteile wissenschaftlicher Blogs hervorragend dargelegt. Ich finde es sehr interessant, wie Sie es mit Hilfe eines Zitats aus ‘Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins’ erklären. Das ist wirklich sehr treffend.
    Sie schreiben sehr gut und haben einen sehr großen Wortschatz.

    Hier ein kleiner Tipp:
    ‘Als Blogs immer weitreichender und prominenter werden,…’ besser wäre: ‘Da Blogs immer weitreichender und prominenter werden,…’ oder ‘Weil Blogs immer weitreichender und prominenter werden,…’

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